Baumsanierung

Bodenverbesserung / Standortoptimierung

Der einzige Bereich, in dem einem Baum direkt und nachhaltig geholfen werden kann, ist der Wurzelraum und der Boden in seinem Umfeld.
Ist Wachstum und Entwicklung der Wurzeln am Baumstandort gestört, leidet der Baum wird geschwächt und stirbt im schlimmsten Fall ganz ab.

Zwar existiert eine Vielzahl von Krankheiten, ausgelöst durch Pilze, Viren und Bakterien, die einen Baum nachhaltig schädigen und absterben lassen können, wir haben aber auf ihre Entwicklung nur sehr wenig Einfluss und Möglichkeiten diese direkt zu behandeln; auch wenn wir sie sehen und bestimmen können.
Der Baum, gewohnt hunderte von Jahre alt zu werden und dabei immer an einen Standort gebunden zu sein, hat über seine gesamte Evolution vielfältige Strategien und Möglichkeiten entwickelt, sich gegen schädigende Einflüsse von Krankheitserregern zu schützen und diese aktiv zu bekämpfen.

Durch Bildung und Einlagerung pilzhemmender Substanzen werden so Barrierezonen gegen Holzfäulen errichtet, Wunden abgeschottet und überwallt oder auch statisch kritische Bereiche durch gezieltes Wachstum verstärkt und Schwächungen im Holzkörpers damit kompensiert.

Dabei spielt die Vitalität des Baumes eine maßgebliche Rolle. Diese gilt es zu Stärken und zu erhalten, was hauptsächlich nur über den Wurzelbereich geht.

Durch gezielte Verbesserung der Baumstandorte und des Bodens herum, durch Entsiegelung, bodenverbessernde Maßnahmen mit organischen Nährstoffen und Pflanzenstärkungsmitteln sowie der Stärkung von Organismen, die in Symbiose zu den Baumwurzeln stehen (bspw. Mykorrhiza = Wurzel-Pilz-Symbiose), kann die Vitalität des Baumes gesteigert und seine Abwehrkräfte gestärkt werden.
Maßnahmen bei den oberirdischen Baumteilen helfen da nur wenig. Was hier geschieht, ist dann meist nur noch Schadensbegrenzung.