Artenschutzrechtliche Baumüberprüfung /

Baum – Habitat Potentialanalyse

Bäume bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren und anderen Lebewesen. Je älter und geschädigter ein Baum ist, desto öfter finden sich bei ihm Strukturen, die interessant für das Leben und die Fortpflanzung von Vögeln, Insekten und Säugetieren sind.
Oft handelt es dann um Arten die rechtlich unter Schutz, oder sogar unter strengem Schutz gem. dem Bundesnaturschutzgesetzt (§§ 44 Abs. 1, Ziff 3 – BNatSchG) stehen.  Auch europäische Richtlinien zum Schutz der Pflanzen – und Tierwelt (FFH-Richtlinien) kommen hierbei zum Tragen.

Es ist verboten…
…Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wildlebenden Tiere der besonders geschützten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören….
„Bei Gehölzrodungen und Baumaßnahmen ist daher darauf zu achten, dass keine Lebensstätten geschützter Tierarten (z.B. Vogelnester, Fledermausquartiere, Mulch bewohnende Käfer oder Eidechsenvorkommen) beeinträchtigt werden. Es ist erforderlich, dass sich die Bauherren die artenschutzrechtliche Unbedenklichkeit durch einen Sachkundigen bestätigen lassen. Eventuell erforderliche Gehölzrodungen dürfen nicht in der Vegetationsperiode von 01. März bis 30. September durchgeführt werden.“

(Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz – BNatSchG 
§ 44 – Vorschriften für besonders geschützte und bestimmte andere Tier- und Pflanzenarten.)

Im Zuge des rapiden Rückgangs vieler Tier – und Pflanzenarten, finden diese Schutzräume, die überwiegend gerade in alten Bäumen anzutreffen sind, im öffentlichen Bewusstsein zunehmend mehr Beachtung.
Es muss dann oft geprüft werden, ob Eingriffe in diesen sensiblen Bereich überhaupt stattfinden können, und wenn ja unter welchen Voraussetzungen.

  • Wir sind geschult Lebens – und Fortpflanzungsstätten am und im Baum zu erkennen und zu beurteilen.
  •  Wir arbeiten mit Landschaftsplanern und Biologen zusammen, die unsere Ergebnisse aus diesen artenschutzrechtlichen Baumüberprüfungen weiter untersuchen und dann als Teil einer umfassenden Habitat Potentialanalyse verwenden, die vor jeder Erschließung neu ausgewiesener Baugebiete stehen muss.
  • Wir untersuchen Baumhöhlen mittels Endoskop, entnehmen Holz-Abbauprodukte wie Mulm, die eine wesentliche Lebensgrundlage für viele Insektenarten sind, so wie auch Ausscheidungen zur weiteren Untersuchung und Bestimmung im Labor.